14. Januar 2021

Steigerung der Rentabilität von ZEV-Investitionen durch Änderungen für die Mietzins Berechnung

Zum Jahresabschluss hat uns "ZEV-Verfechtern" das Bundesgericht mit dem Urteil vom 26. Oktober 2020 (4A_554/2019) noch ein kleines Weihnachtsgeschenk beschert indem einem Vermieter (Pensionskasse) das Recht zugesprochen wurde für die Berechnung des Mietzinses folgende Anpassungen anzuwenden:

  • Erstens ist das investierte Eigenkapital neu zu 100 Prozent – und nicht wie bisher nur zu 40 Prozent – an die Teuerung anzupassen.
  • Zweitens darf der Ertrag den Referenzzinssatz um 2 Prozent – und nicht wie bisher nur um ein halbes Prozent – übersteigen, wenn der Referenzzinssatz 2 Prozent oder weniger beträgt.

 
Der Entscheid bezieht sich zwar auf die Berechnung des Mietzinses, es wird aber bereits interpretiert, dass der höhere Zinssatz auch auf die Berechnung der Gestehungskosten des Photovoltaikstroms und der ZEV-Installation angewendet werden kann.
 
Begründung: In der Energieverordnung (Art16/2) basiert die Preisberechnung des Photovoltaikstroms auf den "angemessenen Satz für Verzinsung und Amortisation". Und bisher galt für diese Rechnung Referenzzinssatz 1.25% + 0.5% Kapitalverzinsung. Neu wären das also:

Referenzzinssatz 1.25% + 2.0% Kapitalverzinsung = 3.25%

Was die Rentabilität der ZEV Investitionen in Photovoltaikanlagen und Messtechnik deutlich verbessert.
 
Und zudem kann ja bekanntlich seit 1.1.2020 bei günstigeren Photovoltaikstrom-Gestehungskosten die Hälfte der Differenz des Standardproduktes zum ZEV-Strompreis als Gewinn bim Eigentümer verbleiben.  
 
Sollten Sie Unterstützung in den Preisberechnungen von bestehenden ZEV-Installationen oder ZEV-Analysen von Neubau- oder Sanierungsprojekten benötigen, helfen wir gerne weiter.

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