ZEV in Bestandesbauten

Ein Zusammenschluss zum Eigenverbrauch kann sich über angrenzende Parzellen erstrecken. Seit der EnV Verordnungsrevision vom 1. April 2019 ist sogar die Querung von Strassen, Bächen und Eisenbahnlinien einfacher geworden. Wie kann ich als Eigentümer abschätzen, ob sich ein ZEV zwischen Bestandesbauten lohnt? Silvan Riedweg, Project & Sales Manager bei engytec antwortet auf die drei Kernfragen.



Autor: Silvan Riedweg, Project & Sales Manager bei engytec

Was sind die Voraussetzungen für ein ZEV?

In Bestandesbauten sind zwei Aspekte zu berücksichtigen: die Parzellen und der Anschluss. Bei beiden Aspekten sind je zwei Spielregeln zu beachten.

Bei Parzellen gilt:

  •  Nur aneinandergrenzende Parzellen dürfen am ZEV teilnehmen.
  •  Mindestens eine Parzelle muss an die Produktionsparzelle angrenzen.

Beim Anschluss ist folgendes zu berücksichtigen

  • Die Produktionsleistung der Anlage(n) muss bei mindestens 10 Prozent der Anschlussleistung des Zusammenschlusses liegen.
  • Bei dem Rückbau von Infrastruktur des Verteilnetzbetreibers ist die Kostenbeteiligung des Eigentümers zulässig. Aus diesem Grund lohnt sich eine erste Grobschätzung der ZEV-Einführungskosten.

Mehr über die letzten Änderungen bei den ZEV Spielregeln finden Sie im engytec Blogbeitrag vom 11.03.2020.

 

Wie kann ich die Einführungskosten des ZEV schätzen?

Um die Einführungskosten zu schätzen, müssen Sie zunächst die heutigen Anschlüsse kennen. Dazu empfehlen wir Ihnen, einen Auszug des Netzplans bei Ihrem Verteilnetzbetreiber anzufordern. Sie können folgender Checkliste folgen:

  1. Den Verteilnetzbetreiber für Ihr Projekt auf der ElCom Website finden.
  2. Die E-Mail vom Anschlussservice des Verteilnetzbetreibers suchen.
  3. Einen Auszug vom Netzplan mit folgenden Angaben nachfragen: Adresse des Gebäudes, Satellitenbild von Google Maps und Leistung der geplanten oder installierten Photovoltaik-Anlagen.

Mit diesen Angaben können wir Ihnen eine erste Schätzung über die Einführungskosten geben.

Wie wirtschaftlich ist ein ZEV ?

Eine magische Faustregel für die Wirtschaftlichkeit eines ZEV haben wir noch nicht gefunden.  Faktoren sind die PV-Anlagengrösse, die Anzahl Wohneinheiten/Verbraucher, welche am ZEV teilnehmen und die Möglichkeiten zur Optimierung des Eigenverbrauchs. In Bestandesbauten sind die Kosten der Anpassungen bei Leitungen und Elektrotableaux genauer zu untersuchen. Zusätzlich ist der Verkaufspreis für den Solarstrom innerhalb vom ZEV seit April 2019 strenger reguliert. Um die Wirtschaftlichkeit von ZEV-Projekten mit verschiedenen bestehenden Gebäuden zu evaluieren, bieten wir bei engytec die Beratung “Analyse Profi”. Für 840 CHF exkl. MWST liefern wir Ihnen Antworten auf folgende Fragen:

  • Vertiefte Analyse der Anschlussituation und abschätzung der ZEV-Einführungskosten
  • Simulation der Energieflüsse
  • Wirtschaftlichkeitsberechnung

Auszüge aus dem Beispielbericht

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